Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
SDG 1 – Keine Armut
Die Staats- und Regierungschef*innen der Welt haben sich verpflichtet, die Armut bis 2030 zu beenden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die geschlechtsspezifische Diskriminierung beendet wird. Durch diese anhaltenden Diskriminierungen haben Frauen und Mädchen schlechteren Zugang zu Bildung, Erwerbstätigkeit und sicherem Einkommen, finanziellen Ressourcen (z.B. Krediten oder Besitz) sowie Gesundheit.
Mehr als 351 Mio. Frauen und Mädchen könnten bis 2030 noch immer in extremer Armut leben.
Frauen sind besonders stark von Armut betroffen
Weltweit leben 9,2% der Frauen und Mädchen (376 Mio.) in extremer Armut, verglichen mit 8,6% der Männer und Jungen (355 Mio.). Die extreme Armut von Frauen liegt seit 2020 bei fast 10%, und wenn sich die aktuellen Trends fortsetzen, könnten bis 2030 immer noch 8,2% der Frauen (351 Mio.) von weniger als 2,15 Dollar pro Tag leben (Quelle: Gender Snapshot 2025).
Das höhere Armutsrisiko basiert unter anderem auf einem ungleichen Zugang zum Arbeitsmarkt. Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer – häufig auch bei gleicher Arbeit – und haben geringere Aufstiegschancen. Diskriminierende Normen und Stereotype können sie in bestimmten „Frauenberufen“ halten, die vor allem im Niedriglohnsektor und auf dem informellen Arbeitsmarkt zu finden sind. Frauen haben häufig kaum oder keinen Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen wie Land, Krediten und Erbe, die einen Weg aus der Armut ebnen könnten. Frauen, die finanziell von Männern abhängig sind, sind anfälliger für Armut und häusliche Gewalt.
In einer Krise oder wirtschaftlichen Rezession verfügen Frauen häufig über weniger Sicherheiten, um finanzielle Einschnitte auszugleichen. Dies birgt das Risiko unter die Armutsgrenze zu fallen. Mädchen, die in Armut aufwachsen, werden in vielen Teilen der Welt mehr als doppelt so häufig früh- oder zwangsverheiratet als Mädchen aus wohlhabenden Elternhäusern. Dementsprechend sind sie lebensbedrohlichen Risiken früher Schwangerschaften eher ausgesetzt und haben oftmals jegliche Hoffnungen auf eine Ausbildung und ein besseres Einkommen verloren.
Wie UN Women hilft