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UN Women kämpft für Gleichstellung! UN Women ist die Einheit der Vereinten Nationen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzt.
Die Frauenrechtskommission (FRK) ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und für die Förderung von Frauenrechten der Vereinten Nationen. Sie tagt einmal jährlich für zwei Wochen im ersten Quartal im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

Viele Organisationen erheben regelmäßig Informationen zur der Lage von Frauen und Mädchen sowie der Gleichstellung der Geschlechter weltweit. Hier stellen wir Ihnen einige interessante Informationsquellen vor, auf welche Sie zurückgreifen können.

Zwei lachende Frauen - Peking +30 Visual
Credit: UN Women
Peking +30
Mehr als 30 Jahre nach der Pekinger Erklärung sind die Rechte von Frauen und Mädchen noch immer nicht verwirklicht. UN Women setzt sich weltweit für Gleichstellung, den Zugang zu Gerechtigkeit und den Abbau diskriminierender Strukturen ein.
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Mehr als 30 Jahre nach der Pekinger Erklärung sind die Rechte von Frauen und Mädchen noch immer nicht verwirklicht. UN Women setzt sich weltweit für Gleichstellung, den Zugang zu Gerechtigkeit und den Abbau diskriminierender Strukturen ein.
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HeForShe Journal
Das vierwöchige Tagebuch zu Privilegien, Stereotypen und Gleichstellung
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Auszeichnung der UN Women Kampagne HeForShe (2018). Bildrechte: UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V./Ortrud Ladleif
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UN Women Humanitäre und Bildungsarbeit mit Geflüchteten in Kamerun. Credits: UN Women/Ryan Brown
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Menschengruppe hält sich die Hände
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Feministische Außen- und Entwicklungspolitik

Feministische Außen- und Entwicklungspolitik setzt sich dafür ein, globale Politik gerechter zu gestalten. Sie stellt Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit und die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und marginalisierten Gruppen in den Mittelpunkt internationaler Zusammenarbeit.
Kurz erklärt

Was bedeutet feministische Außen- und Entwicklungspolitik?

Feministische Außen- und Entwicklungspolitik verfolgt das Ziel, bestehende Ungleichheiten und Machtstrukturen abzubauen. Sie erkennt Geschlechtergerechtigkeit als eine wichtige Voraussetzung für Frieden, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung an. Dabei berücksichtigt sie, dass Menschen aufgrund ihres Geschlechts und weiterer Merkmale wie Herkunft, Behinderung oder sozialer Lage unterschiedliche Erfahrungen machen können.

Feministische Außen- und Entwicklungspolitik bedeutet daher nicht nur, Frauen stärker einzubeziehen. Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen und hinterfragt, welche Strukturen Ungleichheiten schaffen und wie diese verändert werden können.

Zentrale Fragen sind:

  • Wer entscheidet? Wer ist an politischen Prozessen beteiligt?
  • Wer hat Zugang? Wie werden Ressourcen und Chancen verteilt?
  • Wer wird gehört? Welche Perspektiven fehlen?
  • Wie können internationale Beziehungen gerechter gestaltet werden?

Hintergründe & Prinzipien

Weltweit gibt es unterschiedliche Definitionen und Ansätze. Gemeinsam ist ihnen jedoch das Ziel, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung und die Beteiligung verschiedener Perspektiven stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen. Feministische Außen- und Entwicklungspolitik hinterfragt bestehende Machtverhältnisse und setzt sich dafür ein, strukturelle Ungleichheiten abzubauen.

Die zentralen Prinzipien

3R+D

Rechte
Frauenrechte sind Menschenrechte. Feministische Außen- und Entwicklungspolitik setzt sich dafür ein, Diskriminierung abzubauen und die Rechte von Frauen und Mädchen weltweit zu schützen. Beispiele: Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt, gleiche Rechte auf Eigentum und wirtschaftliche Teilhabe.
Repräsentation
Frauen müssen gleichberechtigt an politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entscheidungen beteiligt sein. Das betrifft beispielsweise: Friedensverhandlungen, politische Institutionen, Klimapolitik, Entwicklungsprozesse
Ressourcen
Die Gleichstellung der Geschlechter braucht ausreichende finanzielle Ressourcen – und eine faire Verteilung dieser Mittel. Feministische Entwicklungspolitik fragt daher: Wer erhält Unterstützung? Wessen Bedürfnisse werden berücksichtigt? Und wer entscheidet über die Verteilung von Ressourcen?

Diversität

Der Fokus feministischer Außen- und Entwicklungspolitik liegt nicht ausschließlich auf Frauen, sondern auf allen marginalisierten Gruppen.

Handlungsfelder

Frauen, Frieden und Sicherheit

Ein zentraler Bezugspunkt feministischer Außenpolitik ist die UN-Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“, die auf der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2000 und den darauf aufbauenden Folgeresolutionen basiert.

Sie macht deutlich: Frauen und marginalisierte Gruppen erleben Kriege und Konflikte anders und leisten wichtige Beiträge zu Frieden und Sicherheit.

Feministische Außenpolitik setzt sich deshalb dafür ein, dass Frauen gleichberechtigt an Konfliktprävention, Friedensverhandlungen und Wiederaufbauprozessen beteiligt werden.

Feministische Entwicklungszusammenarbeit

Feministische Entwicklungspolitik setzt sich dafür ein, strukturelle Ungleichheiten abzubauen und Geschlechtergerechtigkeit als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung zu stärken.

Sie berücksichtigt unterschiedliche Lebensrealitäten und fragt danach, welche Menschen und Gruppen durch bestehende Strukturen benachteiligt werden. Ihre Perspektiven sollen stärker in die Planung und Umsetzung entwicklungspolitischer Maßnahmen einfließen.

Frauenrechte und Gleichstellung sind zentrale Voraussetzungen, um globale Herausforderungen wie Armut, Hunger und soziale Ungleichheit nachhaltig zu überwinden.

Feministische Außen- und Entwicklungspolitik in der Praxis

Die konkrete Ausgestaltung feministischer Außen- und Entwicklungspolitik unterscheidet sich in unterschiedlichen Staaten je nach politischem Kontext. Gemeinsam ist vielen Ansätzen das Ziel, Geschlechtergerechtigkeit, Frauenrechte und die Beteiligung verschiedener Perspektiven stärker in internationale Politik und Zusammenarbeit einzubeziehen.

Deutschland

Deutschland hat 2021 erstmals im Koalitionsvertrag die Entwicklung einer feministischen Außenpolitik angekündigt.

2023 veröffentlichte das Auswärtige Amt die Leitlinien „Feministische Außenpolitik gestalten“. Gleichzeitig legte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine Strategie für feministische Entwicklungspolitik vor. Beide Ansätze orientieren sich an den Prinzipien Rechte, Repräsentation und Ressourcen und zielen darauf ab, Geschlechtergerechtigkeit stärker in internationale Politik und Zusammenarbeit einzubeziehen.

Während eine feministische Außenpolitik ab 2025 offiziell nicht mehr weiterverfolgt wird, orientiert sich die internationale Zusammenarbeit weiterhin an geschlechtertransformativer Praxis.

Umriss Deutschlandkarte

Ausgewählte internationale Beispiele

1. Europa
2. Nord-, Mittel- und Südamerika
3. Afrika
Schweden

Schweden führte 2014 als erstes Land weltweit eine feministische Außenpolitik ein. Der Ansatz stellte die Gleichstellung der Geschlechter, die Rechte von Frauen und Mädchen sowie ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen in den Mittelpunkt. Nach einem Regierungswechsel wurde der Begriff „feministische Außenpolitik“ 2022 nicht weiterverfolgt.

Frankreich

Frankreich verfolgt seit 2019 eine feministische Außenpolitik („feministische Diplomatie“). Der Ansatz basiert auf der Internationalen Strategie für Gleichstellung der Geschlechter und umfasst unter anderem Frauenrechte, Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Stärkung von Frauen in internationalen Prozessen.

Weitere Länder mit feministischen Ansätzen:

Luxemburg
Spanien
Niederlande
Slowenien

Kanada

Kanada führte 2017 die Feminist International Assistance Policy (FIAP) ein und verankerte Geschlechtergerechtigkeit als zentralen Ansatz seiner Entwicklungszusammenarbeit.

Mexiko

Mexiko kündigte 2020 eine feministische Außenpolitik an und setzt sich insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit in multilateraler Zusammenarbeit und Diplomatie ein.

Weitere Länder mit feministischen Ansätzen:

Chile
Kolumbien
Argentinien

Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es unterschiedliche Ansätze, Geschlechtergerechtigkeit in Außen- und internationaler Politik zu verankern. Explizit feministisch benannte Strategien sind bislang seltener, gleichzeitig gewinnen Forderungen nach kontextsensiblen und dekolonialen Ansätzen an Bedeutung.

Liberia

Liberia arbeitet daran, Geschlechtergerechtigkeit stärker in Außen-, Sicherheits- und Menschenrechtspolitik zu integrieren. 2025 veröffentlichte das Land eine Gender-Responsive Foreign Policy Roadmap.

Weitere Länder:

Ruanda (Beteiligung an internationalen FFP+-Prozessen)

1. Europa
Schweden

Schweden führte 2014 als erstes Land weltweit eine feministische Außenpolitik ein. Der Ansatz stellte die Gleichstellung der Geschlechter, die Rechte von Frauen und Mädchen sowie ihre Beteiligung an politischen Entscheidungen in den Mittelpunkt. Nach einem Regierungswechsel wurde der Begriff „feministische Außenpolitik“ 2022 nicht weiterverfolgt.

Frankreich

Frankreich verfolgt seit 2019 eine feministische Außenpolitik („feministische Diplomatie“). Der Ansatz basiert auf der Internationalen Strategie für Gleichstellung der Geschlechter und umfasst unter anderem Frauenrechte, Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Stärkung von Frauen in internationalen Prozessen.

Weitere Länder mit feministischen Ansätzen:

Luxemburg
Spanien
Niederlande
Slowenien

2. Nord-, Mittel- und Südamerika
Kanada

Kanada führte 2017 die Feminist International Assistance Policy (FIAP) ein und verankerte Geschlechtergerechtigkeit als zentralen Ansatz seiner Entwicklungszusammenarbeit.

Mexiko

Mexiko kündigte 2020 eine feministische Außenpolitik an und setzt sich insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit in multilateraler Zusammenarbeit und Diplomatie ein.

Weitere Länder mit feministischen Ansätzen:

Chile
Kolumbien
Argentinien

3. Afrika
Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es unterschiedliche Ansätze, Geschlechtergerechtigkeit in Außen- und internationaler Politik zu verankern. Explizit feministisch benannte Strategien sind bislang seltener, gleichzeitig gewinnen Forderungen nach kontextsensiblen und dekolonialen Ansätzen an Bedeutung.

Liberia

Liberia arbeitet daran, Geschlechtergerechtigkeit stärker in Außen-, Sicherheits- und Menschenrechtspolitik zu integrieren. 2025 veröffentlichte das Land eine Gender-Responsive Foreign Policy Roadmap.

Weitere Länder:

Ruanda (Beteiligung an internationalen FFP+-Prozessen)

Internationale Zusammenarbeit

Innerhalb der Vereinten Nationen arbeitet die Feminist Foreign Policy Plus (FFP+)-Gruppe den Austausch zwischen Staaten, die feministische Ansätze in ihrer Außenpolitik verfolgen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Initiativen zu fördern, unter anderem zur Stärkung der Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen und zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt.

Die Rolle von UN Women

UN Women bringt die Perspektiven von Frauen und Mädchen in internationale politische Prozesse ein und unterstützt Regierungen, Zivilgesellschaft und Partnerorganisationen dabei, Geschlechtergleichstellung in politische Entscheidungen und internationale Zusammenarbeit zu integrieren.

Damit stehen zentrale Ziele feministischer Außen- und Entwicklungspolitik in engem Zusammenhang mit den Arbeitsbereichen von UN Women: die Stärkung von Frauenrechten, die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen an politischen Prozessen sowie die Förderung ihrer wirtschaftlichen Chancen und Teilhabe.

Die UN-Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ ist dabei ein wichtiger internationaler Rahmen für die Arbeit von UN Women in Konflikt- und Krisensituationen.

Setzen Sie ein Zeichen für Gleichstellung!

Gemeinsam können wir die Gleichstellung der Geschlechter voranbringen und Frauenrechte stärken.

Weitere Informationen & Ressourcen

Stand: Juli 2026
Foto außerhalb der UN General Assembly in New York

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