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UN Women kämpft für Gleichstellung! UN Women ist die Einheit der Vereinten Nationen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzt.
Die Frauenrechtskommission (FRK) ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und für die Förderung von Frauenrechten der Vereinten Nationen. Sie tagt einmal jährlich für zwei Wochen im ersten Quartal im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

Viele Organisationen erheben regelmäßig Informationen zur der Lage von Frauen und Mädchen sowie der Gleichstellung der Geschlechter weltweit. Hier stellen wir Ihnen einige interessante Informationsquellen vor, auf welche Sie zurückgreifen können.

Zwei lachende Frauen - Peking +30 Visual
Credit: UN Women
Peking +30
Das Jahr 2025 ist ein entscheidender Meilenstein für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen: das 30-jährige Jubiläum der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform.
Zwei lachende Frauen - Peking +30 Visual
Credit: UN Women
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Das Jahr 2025 ist ein entscheidender Meilenstein für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen: das 30-jährige Jubiläum der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform.
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HeForShe Journal
Das vierwöchige Tagebuch zu Privilegien, Stereotypen und Gleichstellung
Zwei lachende Frauen - Peking +30 Visual
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Das Jahr 2025 ist ein entscheidender Meilenstein für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen: das 30-jährige Jubiläum der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform.
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Auszeichnung der UN Women Kampagne HeForShe (2018). Bildrechte: UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V./Ortrud Ladleif
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UN Women Humanitäre und Bildungsarbeit mit Geflüchteten in Kamerun. Credits: UN Women/Ryan Brown
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Illustration Frauen und Mädchen im Sport
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Frauen und Mädchen im Sport

Sport hat eine große gesamtgesellschaftliche Bedeutung. Sport kann Frauen und Mädchen stärken und einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter leisten.

Trotz einiger Fortschritte kämpfen Frauen im Sport jedoch weiterhin gegen tief verwurzelte Geschlechterstereotype und ungleiche Chancen.

UN Women arbeitet daran, die Gleichstellung der Geschlechter im Sport zu verwirklichen.

Aktuelles: Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026

Eine Chance für Gleichstellung

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer 2026 wird eines der meistgesehenen Sportereignisse der Geschichte. Doch der Sport, der Milliarden Menschen bewegt, ist in seinem Kern weiterhin von Ungleichheit geprägt. Jede Weltmeisterschaft bietet die Chance, dies zu ändern.

Während der Männerfußball Rekordumsätze und globale Reichweite erzielt, wächst der Frauen- und Mädchenfußball rasant. Dennoch bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten – bei Finanzierung, Sichtbarkeit, Preisgeldern, Führung und Zugang zu Ressourcen sowie Entscheidungsmacht.

Große Sportereignisse sind nicht nur sportliche Höhepunkte. Sie sind kulturelle Momente, die beeinflussen, wessen Geschichten erzählt werden – und wessen nicht.

UN Women ruft dazu auf, diesen weltweiten Moment des Fußballs zu nutzen, um Gleichstellung im Sport sichtbar und wirksam voranzubringen. #EqualPlay

(Credit: UN Women)

STRONG WOMEN & STRONG STORIES - SPOTLIGHT

Die brasilianische Fußballspielerin Marta Vieira da Silva ist UN Women Sonderbotschafterin für Frauen und Mädchen im Sport. Marta möchte Frauen und Mädchen dazu inspirieren, Stereotype zu beenden, Barrieren zu überwinden und ihren Träumen zu folgen, auch im Sport. Marta ist für viele ein Vorbild und gilt als die beste Fußballerin aller Zeiten.
UN Women Botschafterin Marta Viera da Silva mit Fußball in der Hand - Frauen und Mädchen im Sport

„Ich komme aus einer sehr kleinen Stadt und damals spielten in meiner Stadt keine anderen Mädchen Fußball. Die Leute sagten, Fußball sei nichts für Frauen […]. Sie sagten, ich würde es nicht schaffen […] Heute möchte ich meine Geschichte nutzen, um Mädchen überall zu ermutigen, auf ihr Ziel hinzuarbeiten, in welchem ​​Bereich auch immer das sein mag – im Sport, im Leben, bei der Arbeit.“

 

– Marta Vieira da Silva, Fußballspielerin

Fakten: Frauen und Mädchen im Sport
1.
Unter den 50 bestbezahlten Athlet*innen der Welt im Forbes-Ranking 2025 befand sich keine einzige Frau. Sportlerinnen haben nach wie vor u.a. mit einer massiven Lohnlücke zu kämpfen.
2.
Das Interesse am Frauensport wächst weltweit. Im Jahr 2024 gaben rund 50 % der Weltbevölkerung an, Frauensport zu verfolgen – ein Anstieg gegenüber 45 % im Jahr 2022.
3.
Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023 mit einem weltweiten Publikum von fast 2 Mio. Zuschauern war das meistgesehene Sportereignis der Frauen in der Geschichte. Prognosen zufolge wird der Frauenfußball bis 2030 weltweit über 800 Mio. Fans haben und zu den fünf beliebtesten Sportarten der Welt gehören.
4.
Fast 21 % der Profisportlerinnen haben als Kind sexualisierte Gewalt im Sport erlebt - fast doppelt so viele wie männliche Athleten (11 %).
5.
Nur 32 % der Führungspositionen in internationalen Sportverbänden sind von Frauen besetzt. (Erhebung der Sport Integrity Global Alliance, 2026)
6.
Mädchen brechen Sport im Alter von 14 Jahren doppelt so häufig ab wie Jungen. Gründe sind u.a. soziale Erwartungen und mangelnde Investition in die Mädchenförderung.
Icon runder Kreis mit Notebook
(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Sport und Gleichstellung

Illustration von einer Frau, die Karate macht mit der Schrift: Women's Sport is rising. - Frauen und Mädchen im Sport

Frauen im Sport: 5 beeindruckende Fakten

1. Der Frauensport wächst
2. Mädchen, die Sport treiben, haben lebenslange Vorteile
3. Weibliche Athletinnen sind einflussreiche Vorbilder
4. Frauen führen die Zukunft des Sports an
5. Gleiches Spiel für gleichen Lohn
Der Frauensport wächst

Der Frauensport erreicht weltweit ein Rekordpublikum.

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung verfolgte 2024 Frauensport – ein Anstieg gegenüber 45 % im Jahr 2022. Allein in den USA wurden 2025 rund 46 Milliarden Minuten Frauensport-Inhalte konsumiert.

Auch internationale Großveranstaltungen erzielen Rekordreichweiten. Mehr als 82.000 Fans besuchten das Finale der Women’s Rugby World Cup 2025. Das Finale der ICC Women’s Cricket World Cup India 2025 erreichte 185 Millionen Zuschauer*innen und lag damit auf dem Niveau des Finales der Männer beim T20 Cricket World Cup 2024.

Auch institutionelle Entwicklungen zeigen den Wandel im globalen Sport. Die Olympischen Spiele Paris 2024 waren die ersten Olympischen Spiele mit gleicher Geschlechterbeteiligung, während die Beteiligung der Athleten an den Paralympischen Spielen 44 % erreichte. Dieser Fortschritt verdeutlicht die Entwicklung seit 1900, als Frauen erstmals an den Olympischen Spielen teilnahmen und nur 2,2 Prozent der Athlet*innen stellten.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Mädchen, die Sport treiben, haben lebenslange Vorteile
Mädchen, die Sport treiben, bleiben häufiger länger in der Schule, haben tendenziell spätere Schwangerschaften und bessere berufliche Chancen. Sport stärkt ihr Selbstvertrauen, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Teamfähigkeit. Diese Vorteile wirken sich auch auf ihren Alltag aus und ermutigen sie, Eigeninitiative zu ergreifen und Dinge zu wagen, die sie zuvor für unmöglich gehalten hätten.

Laut einem Deloitte-Bericht aus 2023 sehen 85 Prozent der Frauen, die als Kinder sportlich aktiv waren, die erlernten Fähigkeiten als entscheidend für ihren beruflichen Erfolg an.

Trotzdem brechen Mädchen Sport im Alter von 14 Jahren doppelt so häufig ab wie Jungen, bedingt durch gesellschaftliche Erwartungen, mangelnde Investitionen in hochwertige Programme und andere Faktoren.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Weibliche Athletinnen sind einflussreiche Vorbilder
Sichtbarkeit ist entscheidend. Obwohl die mediale Berichterstattung über Sportlerinnen zugenommen hat, erhalten Frauen nach wie vor deutlich weniger Aufmerksamkeit als ihre männlichen Kollegen (nur 16 % der gesamten Sportberichterstattung im Jahr 2025). Eine höhere Sichtbarkeit von Sportlerinnen ist unerlässlich, um mehr Vorbilder im Sport zu schaffen, die Mädchen dazu inspirieren können, weiterhin Sport zu treiben.

Sportlerinnen entwickeln sich zu immer einflussreicheren kulturellen Persönlichkeiten. 88 % der Sportfans betrachten weibliche Profisportlerinnen als bedeutende Vorbilder für junge Frauen, so eine Umfrage von Parity Now.

Laut World Athletics haben weibliche Athletinnen eine 14 % größere Fangemeinde auf den sozialen Medien als männliche Athleten (Quelle: World Athletics, März 2024).

Daten von Google Trends zeigten für das Jahr 2025 einen starken Anstieg der Suchanfragen zu Frauen-Basketball, -Fußball, -Rugby und -Cricket, da das Publikum zunehmend digitale Plattformen nutze, um Sportlerinnen, Teams und Wettbewerbe zu verfolgen.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Frauen führen die Zukunft des Sports an
Frauen übernehmen zunehmend Führungsrollen in der Sportwelt, sie treiben bessere Richtlinien voran und sorgen für höhere Investitionen.

Dieses Engagement hat zu Rekordwerten bei Reichweite, Zuschauerzahlen und Medienberichterstattung über Frauensport geführt sowie zu mehr Aufmerksamkeit für die Forderungen von Sportlerinnen – von gleicher Bezahlung bis hin zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch.

Trotz dieser Fortschritte bestehen weiterhin Barrieren und geschlechtsspezifische Vorurteile. Laut der jüngsten Umfrage der Sport Integrity Global Alliance aus dem Jahr 2026 werden nur 32 Prozent der Führungspositionen in internationalen Sportverbänden von Frauen besetzt. Dieselbe Studie ergab, dass von den 30 untersuchten internationalen Sportverbänden nur drei von Frauen geleitet wurden.

Obwohl die Spiele in Paris 2024 wichtige Fortschritte brachten, bleibt der Anteil von Frauen in Führungspositionen (etwa als Chef de Mission, technische Offizielle oder Trainer*innen) auffallend gering. Bei den Spielen in Tokio 2020 waren nur 13 % der Trainerpositionen mit Frauen besetzt, während die FIFA schätzt, dass Frauen weltweit nur etwa 5 % der registrierten Fußballtrainer*innen ausmachen.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Gleiches Spiel für gleichen Lohn
Die Ungleichheit bei der Bezahlung im Sport ist seit Langem ein strukturelles Problem:

Eine globale Umfrage von Sporting Intelligence 2017 zeigt, dass weibliche Spitzensportlerinnen im Durchschnitt nur 1 % dessen verdienen, was Männer erhalten.

Auf der Forbes-Liste der 50 bestbezahlten Athlet*innen der Welt 2025 sind keine Frauen vertreten, und Preisgelder im Frauensport bleiben weiterhin hinter denen der Männer zurück.

Viele prominente Sportler*innen und Teams setzen sich für eine gleiche Bezahlung ein. Im Tennis werden seit 1973 bei allen großen Turnieren gleiche Preisgelder garantiert – maßgeblich durch den Einsatz von Billie Jean King. Inzwischen haben alle vier großen Tennisturniere (US Open, Australian Open, French Open und Wimbledon) gleiche Preisgelder eingeführt. Auch die Professional Squash Association und die World Surf League garantieren Equal Pay und haben die Preisgelder für Männer und Frauen angeglichen.

Im Fußball war Norwegen 2017 das erste Land, das männlichen und weiblichen Spieler*innen für Länderspiele die gleiche Bezahlung gewährte – ein wegweisender Schritt, dem inzwischen Fußballverbände weltweit gefolgt sind, darunter in Brasilien, Wales und Australien.

Dennoch haben viele Frauenmannschaften weiterhin mit tiefgreifender Ungleichheit zu kämpfen. Sportlerinnen sehen sich nach wie vor mit niedrigeren Gehältern, weniger Sponsoring-Möglichkeiten, geringerer Medienpräsenz und ungleichen strukturellen Bedingungen konfrontiert.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

1. Der Frauensport wächst
Der Frauensport wächst

Der Frauensport erreicht weltweit ein Rekordpublikum.

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung verfolgte 2024 Frauensport – ein Anstieg gegenüber 45 % im Jahr 2022. Allein in den USA wurden 2025 rund 46 Milliarden Minuten Frauensport-Inhalte konsumiert.

Auch internationale Großveranstaltungen erzielen Rekordreichweiten. Mehr als 82.000 Fans besuchten das Finale der Women’s Rugby World Cup 2025. Das Finale der ICC Women’s Cricket World Cup India 2025 erreichte 185 Millionen Zuschauer*innen und lag damit auf dem Niveau des Finales der Männer beim T20 Cricket World Cup 2024.

Auch institutionelle Entwicklungen zeigen den Wandel im globalen Sport. Die Olympischen Spiele Paris 2024 waren die ersten Olympischen Spiele mit gleicher Geschlechterbeteiligung, während die Beteiligung der Athleten an den Paralympischen Spielen 44 % erreichte. Dieser Fortschritt verdeutlicht die Entwicklung seit 1900, als Frauen erstmals an den Olympischen Spielen teilnahmen und nur 2,2 Prozent der Athlet*innen stellten.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

2. Mädchen, die Sport treiben, haben lebenslange Vorteile
Mädchen, die Sport treiben, haben lebenslange Vorteile
Mädchen, die Sport treiben, bleiben häufiger länger in der Schule, haben tendenziell spätere Schwangerschaften und bessere berufliche Chancen. Sport stärkt ihr Selbstvertrauen, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Teamfähigkeit. Diese Vorteile wirken sich auch auf ihren Alltag aus und ermutigen sie, Eigeninitiative zu ergreifen und Dinge zu wagen, die sie zuvor für unmöglich gehalten hätten.

Laut einem Deloitte-Bericht aus 2023 sehen 85 Prozent der Frauen, die als Kinder sportlich aktiv waren, die erlernten Fähigkeiten als entscheidend für ihren beruflichen Erfolg an.

Trotzdem brechen Mädchen Sport im Alter von 14 Jahren doppelt so häufig ab wie Jungen, bedingt durch gesellschaftliche Erwartungen, mangelnde Investitionen in hochwertige Programme und andere Faktoren.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

3. Weibliche Athletinnen sind einflussreiche Vorbilder
Weibliche Athletinnen sind einflussreiche Vorbilder
Sichtbarkeit ist entscheidend. Obwohl die mediale Berichterstattung über Sportlerinnen zugenommen hat, erhalten Frauen nach wie vor deutlich weniger Aufmerksamkeit als ihre männlichen Kollegen (nur 16 % der gesamten Sportberichterstattung im Jahr 2025). Eine höhere Sichtbarkeit von Sportlerinnen ist unerlässlich, um mehr Vorbilder im Sport zu schaffen, die Mädchen dazu inspirieren können, weiterhin Sport zu treiben.

Sportlerinnen entwickeln sich zu immer einflussreicheren kulturellen Persönlichkeiten. 88 % der Sportfans betrachten weibliche Profisportlerinnen als bedeutende Vorbilder für junge Frauen, so eine Umfrage von Parity Now.

Laut World Athletics haben weibliche Athletinnen eine 14 % größere Fangemeinde auf den sozialen Medien als männliche Athleten (Quelle: World Athletics, März 2024).

Daten von Google Trends zeigten für das Jahr 2025 einen starken Anstieg der Suchanfragen zu Frauen-Basketball, -Fußball, -Rugby und -Cricket, da das Publikum zunehmend digitale Plattformen nutze, um Sportlerinnen, Teams und Wettbewerbe zu verfolgen.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

4. Frauen führen die Zukunft des Sports an
Frauen führen die Zukunft des Sports an
Frauen übernehmen zunehmend Führungsrollen in der Sportwelt, sie treiben bessere Richtlinien voran und sorgen für höhere Investitionen.

Dieses Engagement hat zu Rekordwerten bei Reichweite, Zuschauerzahlen und Medienberichterstattung über Frauensport geführt sowie zu mehr Aufmerksamkeit für die Forderungen von Sportlerinnen – von gleicher Bezahlung bis hin zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch.

Trotz dieser Fortschritte bestehen weiterhin Barrieren und geschlechtsspezifische Vorurteile. Laut der jüngsten Umfrage der Sport Integrity Global Alliance aus dem Jahr 2026 werden nur 32 Prozent der Führungspositionen in internationalen Sportverbänden von Frauen besetzt. Dieselbe Studie ergab, dass von den 30 untersuchten internationalen Sportverbänden nur drei von Frauen geleitet wurden.

Obwohl die Spiele in Paris 2024 wichtige Fortschritte brachten, bleibt der Anteil von Frauen in Führungspositionen (etwa als Chef de Mission, technische Offizielle oder Trainer*innen) auffallend gering. Bei den Spielen in Tokio 2020 waren nur 13 % der Trainerpositionen mit Frauen besetzt, während die FIFA schätzt, dass Frauen weltweit nur etwa 5 % der registrierten Fußballtrainer*innen ausmachen.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

5. Gleiches Spiel für gleichen Lohn
Gleiches Spiel für gleichen Lohn
Die Ungleichheit bei der Bezahlung im Sport ist seit Langem ein strukturelles Problem:

Eine globale Umfrage von Sporting Intelligence 2017 zeigt, dass weibliche Spitzensportlerinnen im Durchschnitt nur 1 % dessen verdienen, was Männer erhalten.

Auf der Forbes-Liste der 50 bestbezahlten Athlet*innen der Welt 2025 sind keine Frauen vertreten, und Preisgelder im Frauensport bleiben weiterhin hinter denen der Männer zurück.

Viele prominente Sportler*innen und Teams setzen sich für eine gleiche Bezahlung ein. Im Tennis werden seit 1973 bei allen großen Turnieren gleiche Preisgelder garantiert – maßgeblich durch den Einsatz von Billie Jean King. Inzwischen haben alle vier großen Tennisturniere (US Open, Australian Open, French Open und Wimbledon) gleiche Preisgelder eingeführt. Auch die Professional Squash Association und die World Surf League garantieren Equal Pay und haben die Preisgelder für Männer und Frauen angeglichen.

Im Fußball war Norwegen 2017 das erste Land, das männlichen und weiblichen Spieler*innen für Länderspiele die gleiche Bezahlung gewährte – ein wegweisender Schritt, dem inzwischen Fußballverbände weltweit gefolgt sind, darunter in Brasilien, Wales und Australien.

Dennoch haben viele Frauenmannschaften weiterhin mit tiefgreifender Ungleichheit zu kämpfen. Sportlerinnen sehen sich nach wie vor mit niedrigeren Gehältern, weniger Sponsoring-Möglichkeiten, geringerer Medienpräsenz und ungleichen strukturellen Bedingungen konfrontiert.

(Quelle: UN Women, Mai 2026)

Wichtige Meilensteine

Paris 2024: 50:50 bei den Olympischen Spielen

Die größten Herausforderungen von Frauen und Mädchen im Sport

Der Frauensport befindet sich auf einer Erfolgswelle und bricht Rekorde. Von der Geschlechterparität bei den Olympischen Spielen 2024 bis zum wachsenden Publikum für Frauensport gibt es viel zu feiern und zu erforschen. Dennoch gibt es nach wie vor viele geschlechtsspezifische Ungerechtigkeiten.
1.
Geschlechterstereotype: Frauen und Mädchen im Sport müssen oft gegen tief verwurzelte Geschlechterstereotype und soziale Normen ankämpfen.
2.
Geringe Sichtbarkeit: Sportlerinnen bekommen weniger mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung.
3.
Investitionslücke: Es wird deutlich weniger in den Frauensport als in den Männersport investiert.
4.
Geschlechtsspezifische Gewalt: Frauen und Mädchen erleben im Sport häufiger Gewalt.
5.
"Pink it and shrink it“: Sportkleidung und -ausrüstung werden oft für den männlichen Körper entwickelt. Schlechtsitzende Ausrüstung kann die Leistung beeinträchtigen und Verletzungen provozieren.
6.
Ungleiche Chancen: Frauen im Sport haben oft nicht die gleichen Chancen wie Männer und verdienen weniger.

Situation in Deutschland

1. Geschlechterverteilung im Sport
2. Sichtbarkeit in den Medien
3. Sexualisierte Gewalt im Sport
Rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist einmal pro Woche sportlich aktiv, Frauen und Männer gleichermaßen. Mädchen und Frauen sind aber weniger häufig Mitglied in einem Sportverein als Jungen und Männer.

In den größten Spitzenverbänden zeigen sich große Unterschiede in puncto Geschlechterverteilung: Männer sind im Fußball (84 %) und bei den Sportschütz*innen (74 %) besonders stark vertreten, im Turnsport sind es mit 77 % vor allem Frauen. Im Deutschen Tennis-Bund sowie im Deutschen Alpenverein ist die Geschlechterverteilung ausgeglichener.  

Männer konsumieren häufiger Sport in den Medien als Frauen. Sie verfolgen ebenfalls häufiger männlichen Spitzensport als Frauen (53 zu 26 %). Aber auch weiblichen Spitzensport schauen mehr Männer als Frauen (21 zu 18 %).

In Deutschland ist Fußball die beliebteste Sportart. 61 % der Sportinteressierten schauen Männerfußball und 44 % Frauenfußball. Beim Frauenfußball ist das Interesse in den letzten 12 Monaten um 15 % gestiegen, auch die Medienbeiträge stiegen deutlich an.  

Das Finale der Frauenfußball-Europameisterschaft generierte 2022 mit 17,95 Millionen Zuschauer*innen die höchste TV-Reichweite in Deutschland. 

Die Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Sport sind in Deutschland zu drei Viertel (75 %) weiblich und zu fast einem Viertel (22 %) männlich. Durchschnittlich waren die Betroffenen zum Zeitpunkt des ersten Übergriffs 11,5 Jahre alt. 

Die überwiegende Mehrheit der Tatpersonen ist männlich (94 %). 

81 % der Gewalttaten gehen von Trainer*innen aus. Als andere Täter*innen werden u.a. Ärzt*innen, Lehrer*innen oder Fahrer*innen angegeben. 

Quelle: Klischeefrei im Sport

1. Geschlechterverteilung im Sport
Rund die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland ist einmal pro Woche sportlich aktiv, Frauen und Männer gleichermaßen. Mädchen und Frauen sind aber weniger häufig Mitglied in einem Sportverein als Jungen und Männer.

In den größten Spitzenverbänden zeigen sich große Unterschiede in puncto Geschlechterverteilung: Männer sind im Fußball (84 %) und bei den Sportschütz*innen (74 %) besonders stark vertreten, im Turnsport sind es mit 77 % vor allem Frauen. Im Deutschen Tennis-Bund sowie im Deutschen Alpenverein ist die Geschlechterverteilung ausgeglichener.  

2. Sichtbarkeit in den Medien
Männer konsumieren häufiger Sport in den Medien als Frauen. Sie verfolgen ebenfalls häufiger männlichen Spitzensport als Frauen (53 zu 26 %). Aber auch weiblichen Spitzensport schauen mehr Männer als Frauen (21 zu 18 %).

In Deutschland ist Fußball die beliebteste Sportart. 61 % der Sportinteressierten schauen Männerfußball und 44 % Frauenfußball. Beim Frauenfußball ist das Interesse in den letzten 12 Monaten um 15 % gestiegen, auch die Medienbeiträge stiegen deutlich an.  

Das Finale der Frauenfußball-Europameisterschaft generierte 2022 mit 17,95 Millionen Zuschauer*innen die höchste TV-Reichweite in Deutschland. 

3. Sexualisierte Gewalt im Sport
Die Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Sport sind in Deutschland zu drei Viertel (75 %) weiblich und zu fast einem Viertel (22 %) männlich. Durchschnittlich waren die Betroffenen zum Zeitpunkt des ersten Übergriffs 11,5 Jahre alt. 

Die überwiegende Mehrheit der Tatpersonen ist männlich (94 %). 

81 % der Gewalttaten gehen von Trainer*innen aus. Als andere Täter*innen werden u.a. Ärzt*innen, Lehrer*innen oder Fahrer*innen angegeben. 

Quelle: Klischeefrei im Sport

UN Women Deutschland arbeitet seit vielen Jahren mit den DFB Frauen zusammen, die unter anderem die Orange the World Kampagne unterstützen.

UN Women Deutschland unterstützt das Projekt Klischeefrei im Sport, das sich für eine klischeefreie Sportkultur einsetzt, um die Entwicklungsmöglichkeiten und Teilhabe von Menschen aller Geschlechter am (Spitzen-) Sport nachhaltig zu stärken.

 

Farbverlauf und zwei lachende Frauen

Möglichkeiten Frauen und Mädchen zu stärken

Schon kleine Schritte können Frauen und Mädchen stärken.

So macht UN Women einen Unterschied

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Um die Herausforderungen von Frauen und Mädchen im Sport zu bewältigen, hat UN Women die Initiative „Sport for Generation Equality“ ins Leben gerufen. Diese Initiative lädt Interessenvertreter aus dem gesamten Sportsystem ein, Teil einer starken Koalition zu werden, um die Gleichstellung der Geschlechter im und durch den Sport zu fördern.

Zu den Schwerpunkten der Arbeit von UN Women gehören:

1.
Beendigung der Gewalt: Implementierung von Maßnahmen zum Schutz und zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt im Sport.
2.
Gleiche wirtschaftlichen Möglichkeiten: Förderung von Investitionen in den Frauensport.
3.
Sichtbarkeit und Anerkennung: Athletinnen sollen die gleiche mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung erhalten wie männliche Athleten.
4.
Gleiche Chancen für Frauen und Mädchen im Sport.
5.
Förderung der Führungsrolle von Frauen in allen Bereichen des Sports.

UN Women Projekte im Bereich Sport - Ausgewählte Erfolgsgeschichten

Weitere Ressourcen und Informationen

Stand: Juni 2026
Headerbild mit Illustrationen von Frauen - Frauen und Mädchen im Sport

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Credit: UN Women
UN Women Deutschland Deutsches Frauenfußball-Nationalteam setzt Zeichen
Frauenfußball-WM 2023: DFB-Frauen tragen Armbinde gegen Gewalt an Frauen. So können auch Sie unterstützen.
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3 Aktivistinnen mit Intersex Inclusive Pride Flagge
Credit: UN Women/Pathumporn Thongking
Informieren LGBTQIA+

LGBTQIA+-Personen erleben weltweit Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt. Sie sind in besonderem Maße von gezielter Gewalt bedroht, die viele Formen annehmen kann.

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Beijing+25 Regional Review Meeting - UN Women/Antoine Tardy
Credit: UN Women/Antoine Tardy
Informieren Parität in den Parlamenten
Je mehr Frauen an politischen Entscheidungen beteiligt sind, umso stärker können sie aktiv Einfluss nehmen, um bestehende Benachteiligungen für alle Frauen abzubauen oder Verschlechterungen zu verhindern.
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Illustration von Frauen, die in eine Richtung blicken
Credit: UN Women
UN Frauenrechtskommission Die 67. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission
Die 67. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission wird vom 6. – 17. März 2023 stattfinden. Das Schwerpunktthema ist: Innovation und technologischer Wandel sowie Bildung im digitalen Zeitalter, um Geschlechtergleichstellung und die Stärkung aller Frauen und Mädchen zu erreichen.
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Spenden Sie für UN Women Deutschland. Vier Teilnehmerinnen der African Girls Can Code Initiative lächeln in die Kamera.
Credit: UN Women/ Kennedy Okoth
Verbesserung der ökonomischen Situation von Frauen African Girls Can Code Initiative
Die von UN Women ins Leben gerufene Initiative bildet Mädchen und junge Frauen in Informations- und Kommunikationstechnologie aus.
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