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UN Women kämpft für Gleichstellung! UN Women ist die Einheit der Vereinten Nationen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzt.

Die Kampagne HeForShe ruft Männer dazu auf, sich für die Beendigung aller Formen von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen einzusetzen.

Die Frauenrechtskommission (FRK) ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und für die Förderung von Frauenrechten der Vereinten Nationen. Sie tagt einmal jährlich für zwei Wochen im ersten Quartal im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

Viele Organisationen erheben regelmäßig Informationen zur der Lage von Frauen und Mädchen sowie der Gleichstellung der Geschlechter weltweit. Hier stellen wir Ihnen einige interessante Informationsquellen vor, auf welche Sie zurückgreifen können.

Credit: UN Women
Klima & Gender
Frauen sind besonders stark von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen.
Credit: UN Women
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Nur gemeinsam können wir die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauenrechte erreichen! Bringen Sie sich als Mitglied aktiv ein.
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UN Women Deutschland
ist das deutsche Komitee von UN Women und kämpft für Frauenrechte weltweit.
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Die Resolution 1325 mit der Agenda „Frauen, Frieden Und Sicherheit“

Wesentliche Elemente sind der besondere Schutz von Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten sowie die Stärkung der Teilhabe von Frauen an politischen Prozessen und Institutionen bei der Bewältigung und Verhütung von Konflikten. Dabei sind Frauen nicht nur Opfer, sondern sie übernehmen die Rolle aktiver Akteurinnen in friedensschaffenden Prozessen der Nachkriegsgesellschaften. Eine dieser Frauen ist Leymah Gbowee.

Eine andere ist Dr. Arya Khadka – sie ist eine nepalesische Friedenssoldatin, die in der zentralafrikanischen Republik als Stabsärztin arbeitet. Dort werden gegenwärtig Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung des Covid-19 Ausbruchs durchgeführt. Sie und ihr Team klären die Truppen über Symptome von Covid-19 und Maßnahmen zur Bekämpfung auf. Außerdem leisten sie medizinische Dienste für lokale Gemeinschaften. Mehr erfahren über Dr. Arya Khadka

Die Geschichte der Resolution 1325

Am 31. Oktober 2000 wurde die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ auf Anregung von Netumbo Nandi-Ndaitwah, der damaligen Frauenministerin von Namibia, vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet. Bereits fünf Jahre zuvor wurden auf der vierten Weltfrauenkonferenz in Peking im Jahre 1995 Frauen in bewaffneten Konflikten zum zentralen Thema gemacht. Hintergrund waren insbesondere die Kriege in Ruanda und Bosnien, wo geschlechtsspezifische Verbrechen Teil der Kriegsführung gegen die Zivilbevölkerung waren. Aufgrund der tagespolitischen Bedeutung wurde dieses Thema in der Frauenrechtskommission diskutiert und zum Schwerpunkt der ersten Überprüfungskonferenz im Jahre 2000 gemacht.
Am 08. März 2000 forderte sodann der UN-Botschafter Anwarul Chowdhury aus Bangladesch anlässlich des internationalen Weltfrauentags, dass sich auch der UN-Sicherheitsrat mit den Zusammenhängen zwischen Geschlecht, Frieden und Sicherheit verstärkt befassen müsse. In der Folgezeit schlossen sich mehrere NGOs zusammen, um eine Vorlage für eine Resolution des Sicherheitsrats zu entwickeln. Unterstützt wurden sie dabei von dem UN-Entwicklungsfond für Frauen (UNIFEM) sowie von gleichgesinnten Staaten, wie etwa Kanada. Nach intensiver Lobbyarbeit und einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates mit Frauenrechts-NGOs aus Konfliktregionen konnte der Resolutionsentwurf durchgesetzt und im Oktober 2000 verabschiedet werden.

20 Jahre Resolution 1325

Mit der Annahme dieser bahnbrechenden Resolution soll der UN-Sicherheitsrat (UNSC) einerseits die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt in humanitären Notsituationen und Konflikten und andererseits die Beteiligung von Frauen in internationalen Friedens- und Sicherheitsprozessen zu einem integralen Bestandteil seines Mandats machen. Die Resolution 1325 und ihre Nachfolgeresolutionen  1820188818891960210621222242, die von Deutschland 2019 eingebrachte Nachfolgeresolution 2467 sowie die Resolution 2493 sehen Folgendes vor:
Frauen müssen in allen internationalen, nationalen und regionalen Entscheidungsgremien und Mechanismen zur Vermeidung, Behandlung und Lösung von Konflikten stärker repräsentiert sein.

Hierzu zählen

  1. die aktive Partizipation von Frauen an Friedensverhandlungen,
  2. die Integration ihrer Belange in das Mandat der UN-Friedensmissionen sowie
  3. die stärkere personelle Beteiligung von Frauen in militärischen und zivilen Kontexten.

Dabei geht es jedoch nicht um die bloße Erhöhung der Frauenquote, sondern um die systematische Einbindung der Expertise von Aktivistinnen. Darüber hinaus wird von allen staatlichen und nicht-staatlichen Kriegsakteur*innen verlangt, umfassende Maßnahmen zur Gewaltprävention und Strafverfolgung der Täter*innen einzuleiten. Die Resolution ist völkerrechtlich bindend.

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums stand am „Internationalen Tag der UN-Friedenssoldat*innen“ am 29.05.2020 „Women in Peacekeeping: A Key to Peace“ und die Ehrung der Friedenssoldatinnen im Mittelpunkt.

Die Umsetzung der Resolution 1325

Im Jahr 2014 hat Schweden als erstes Land weltweit eine feministische Außenpolitik eingeführt. Dem folgte Kanada im Jahr 2017, mit der Ankündigung, von nun an eine feministische Außenpolitik zu verfolgen. Mexiko verfolgt seit 2020 eine feministische Außenpolitik. Auch Frankreich fängt an Außenpolitik feministischer zu denken und implementierte eine „feministische Diplomatie“. Spanien schloss sich 2021 an und legte einen besonderen Fokus auf geschlechterspezifische Gewalt. Auch Luxemburg und Libyen haben sich dazu bekannt.

Deutschland war von 2019-2020 nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat und kündigte an, die Umsetzung der Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ stärker voranzutreiben und Frauen als Gestalterinnen der Friedens- und Sicherheitspolitik anzuerkennen. Jedoch gibt es bis heute noch großen Handlungsbedarf. Die deutsche Zivilgesellschaft hat eine detaillierte Stellungnahme zu Deutschlands Engagement im UN Sicherheitsrat veröffentlicht. Tatsächlich hat sich die neue Regierung unter Scholz zu einer Feminist Foreign Policy bekannt. Das bedeutet, die Regierung will „mehr Frauen in internationalen Führungspositionen entsenden, den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der VN-Resolution 1325 ambitioniert umsetzen und weiterentwickeln.“ Einen umfassenden Überblick über die Umsetzung der Resolution 1325 in Deutschland finden Sie hier.

Weiterführende Informationen

Download Bereich

Stellungnahme der deutschen Zivilgesellschaft zu Deutschlands Engagement im UN Sicherheitsrat
Überlick zur Arbeit von UN Women zu Frauen, Frieden und Sicherheit
Flagship-Initiative "Beteiligung von Frauen an Frieden, Sicherheit und Krisenbewältigung"
Policy Briefing für eine menschenrechtsbasierte und geschlechtergerechte Außenpolitik
Erfolgsbericht über die Schulung von Friedenstruppen bezüglich des Themas sexualisierter Gewalt in Konflikten
Globale Studie zur Überprüfung der Resolution 1325
Deutsche Übersetzung der globalen Studie zur Überprüfung der Resolution 1325
Forschungsbericht des Security Council Reports, der sich mit den Entwicklungen zur Agenda "Frauen, Frieden und Sicherheit" von 2017 bis 2019 befasst.

Externe Links

Stand: Februar 2021