Muttertag 2026
Collage aus verschiedenen Bildern von Müttern- Muttertag 2026
Credit: UNICEF, Mohamed Dawod/ Stock Material
Muttertag 2026

Feministische Elternschaft

UN Women Deutschland nutzt den Muttertag als feministischen Aktionstag, um auf die vielfältigen Aspekte von Mutterschaft bzw. Elternschaft aufmerksam zu machen und Forderungen zu formulieren.
UN Women Deutschland nutzt den Muttertag als feministischen Aktionstag, um auf die vielfältigen Aspekte von Mutterschaft bzw. Elternschaft aufmerksam zu machen und Forderungen zu formulieren.
#Muttertagswunsch
Was ist Ihr #Muttertagswunsch?
Viele Stimmen, ein gemeinsamer Wunsch: echte Gleichstellung.
Unsere Stimmen zeigen, was sich viele Frauen und Familien wirklich wünschen – über einen Tag hinaus.
Was würden Sie sich wünschen? Teilen Sie Ihre Perspektive auf Social Media.
#Muttertagswunsch
Stellvertretende Vorsitzende von UN Women Deutschland
Dr. Ursula Sautter
"Die Bedürfnisse und Interessen von Müttern müssen in allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden."
#Muttertagswunsch
Soziologin, Finanzexpertin und Autorin
Dr. Birgit Happel
„Zum Muttertag wünsche ich mir eine Gerechtigkeitsrendite. Wer Fürsorge leistet, darf nicht länger im finanziellen Abseits stehen. Stattdessen braucht es echte Wertschätzung, faire Rahmenbedingungen, monetäre Anerkennung und finanzielle Sicherheit.“
#Muttertagswunsch
feministische Aktivistin
Wiebke Schenter (@piepmadame)
"Ich wünsche mir mehr Akzeptanz und Aufklärung darüber, dass Frauen glücklich sein können, auch ohne dass sie Kinder bekommen - und Mütter unglücklich mit ihrer Mutterschaft sein können. Nicht jede Frau muss Mutter werden und nicht jede Mutter ist das gern."
#Muttertagswunsch
Geschäftsführerin UN Women Deutschland
Uta Hergenröther
"Ich wünsche mir mehr Solidarität mit Müttern, Frauen und Mädchen im globalen Süden, um patriarchale Strukturen und die damit einhergehenden Diskriminierungen gemeinsam zu bekämpfen."

Vielfältige Aspekte von Mutterschaft

1. Arbeitswelt
2. Unbezahlte Care-Arbeit
3. Sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit
4. Alleinerziehende
5. Kinderarmut
6. Häusliche Gewalt
7. Kindheit ohne Stereotype und Klischees
8. Abstammungsrecht

Frauen verdienen in Deutschland rund 16 % weniger als Männer und arbeiten häufiger in Teilzeit, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Der Gender Pay Gap führt langfristig zum Gender Pension Gap, der die unterschiedlichen Alterseinkommen von Frauen und Männern beschreibt (Quelle: Destatis, 2025). Aktuell erhalten Frauen rund 36 % weniger Alterseinkommen als Männer (ohne Hinterbliebenenleistungen) (Quelle: Destatis, 2025).

Aktuelle Studien zeigen, dass sich Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern nach der Geburt deutlich verstärken (z. B. ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, 2025, Tagesschau, 2025). In der Forschung wird dies als „Child Penalty“ beschrieben und gilt als zentraler Treiber der sogenannten „Motherhood Penalty“ (dt. „Mutterschaftsstrafe“). Diese beschreibt, wie stark sich die Einkommen von Frauen und Männern nach der Geburt des ersten Kindes auseinanderentwickeln. Mütter gehen häufiger keiner Erwerbstätigkeit nach, arbeiten in Teilzeit oder sind in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Die Erwerbsbiografien von Frauen sind häufiger von Unterbrechungen und Einschränkungen geprägt und unterscheiden sich damit deutlich von denen der Männer (z.B. Bundesstiftung Gleichstellung, 2025)

Sind Mütter erwerbstätig, erleben sie häufig Diskriminierung und Benachteiligung – etwa durch Ausgrenzung, geringere Aufstiegschancen oder strukturelle Nachteile im Berufsleben.

Wir fordern Politik und Unternehmen auf, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass alle Elternteile gleichberechtigt Elternzeit nehmen und in Teilzeit arbeiten können. Ausreichende, kostenfreie und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ab dem Säuglingsalter sowie flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle tragen wesentlich zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei.

Mehr zu Gender Gaps in Deutschland

Frauen leisten im Schnitt deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dieses Ungleichgewicht verstärkt sich insbesondere, wenn kleine Kinder im Haushalt leben. Dadurch bleibt Frauen oft weniger Zeit und Energie für Erwerbsarbeit, gesellschaftliches Engagement oder Freizeit.

Im Jahr 2022 verbrachten Frauen durchschnittlich etwa 30 Stunden pro Woche mit unbezahlter Arbeit, Männer hingegen nur etwa 21 Stunden. Damit liegt der Gender Care Gap bei etwa 44 % (Quelle: Destatis)

Eine wichtige Rolle spielt dabei der sogenannte „Mental Load“, also die unsichtbare Verantwortung und mentale Belastung, die mit der Koordination eines Haushalts und einer Familie verbunden sind.

Wir fordern die finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung unbezahlter Care-Arbeit sowie eine gerechte Verteilung zwischen allen Geschlechtern, die von der Politik gefördert wird (u.a. durch entsprechende Elternzeitmodelle, flexible Teilzeitangebote und den Abbau von Stereotypen).

Jetzt Equal-Care-Test machen (der Initiative Equal Care)

Laut dem UN-Bevölkerungsfonds ist fast die Hälfte aller Schwangerschaften weltweit ungewollt. 60 % der ungewollten Schwangerschaften führen zu (unsicheren) Abtreibungen (UNFPA, 2022). Konflikte und Krisen erschweren weltweit den Zugang zu Verhütungsmitteln und Gesundheitsdienstleistungen. Jeden Tag starben im Jahr 2020 weltweit etwa 800 Frauen an vermeidbaren Ursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, insbesondere im globalen Süden (UNFPA).

Wir fordern das Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung und Gesundheit für alle Frauen.
Wir fordern die Streichung des §218 in Deutschland und eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuches. Schwangere brauchen flächendeckend Zugang zu sicheren, kostenlosen und entkriminalisierten Schwangerschaftsabbrüchen.

Trotz steigender Geburtenraten sinkt die Zahl an Hebammen und Kreißsälen in vielen Teilen Deutschlands, mit teils verheerenden psychischen und physischen Auswirkungen auf Schwangere, Gebärende und Menschen im Wochenbett. Die praktizierenden Hebammen sind häufig einer enormen Arbeitsbelastung ausgesetzt (z.B. Hebammenverband). Um die Geburtshilfe zu verbessern fordern wir gemeinsam mit dem Verein Motherhood e.V. bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen, ein besseres Gehalt und mehr Anerkennung.

Nicht zuletzt sind Gebärende immer wieder Gewalt in der Geburtshilfe ausgesetzt. Die Initiative Roses Revolution macht auf dieses Tabuthema aufmerksam und setzt sich dagegen ein.

Jede fünfte Familie in Deutschland ist eine Ein-Eltern-Familie. Meist ist es die Mutter, die sich ganz oder größtenteils um die Kinder kümmert. Nur in 18 % der Fälle (Stand 2023) ist es der Vater (Quelle: BMBFSFJ, 2025). Alleinerziehende brechen mit den traditionellen Familienmodellen und stehen unter enormer Belastung. Sie werden steuerlich benachteiligt, oft im Berufsleben diskriminiert und sind einem höheren Risiko von Altersarmut ausgesetzt. Rund ein Drittel der Alleinerziehenden sind von Armut bedroht (u.a. Destatis, 2026,  BMBFSFJ – 10. Familienbericht). Ein Grund dafür ist, dass ein großer Teil der unterhaltspflichtigen Ex-Partner keinen Unterhalt zahlt und institutionelle Mechanismen häufig dabei versagen, dies zu verhindern oder auszugleichen (u.a. Bertelsmann Stiftung, 2024)

Kinder von Alleinerziehenden sind ebenfalls einem erhöhten Risiko von Armut und späterer Altersarmut ausgesetzt (siehe Kinderarmut).

Laut Bertelsmann Stiftung ist mehr als jedes fünfte Kind (rund 3 Mio.) und etwa jede vierte junge erwachsene Person zwischen 18 und 25 Jahren (über 1,5 Mio.) in Deutschland von Armut bedroht (Stand: 2021). Besonders hoch ist das Armutsrisiko für junge Menschen in Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil (siehe Alleinerziehende), in Familien mit Migrationsgeschichte oder mit mehr als 2 Kindern. Zudem sind Frauen häufig stärker von Armut bedroht als Männer.

Aufwachsen in Armut begrenzt Chancen und prägt das Leben von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Sie erleben in nahezu allen Lebensbereichen – wie Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe – Benachteiligungen. Das hat auch für die Gesellschaft langfristig negative Folgen.

Wir fordern eine einheitliche, bedarfsgerechte Kindergrundsicherung, Reformen in der Steuer-, Familien- und Sozialpolitik, eine bedarfsgerechte Bildungsinfrastruktur (etwa Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen) sowie kostenfreie Freizeitangebote.   

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 132 Frauen von ihrem (Ex-) Partner getötet (Quelle: BKA, Nov. 2025). Die Dunkelziffer ist weitaus höher (Quelle: LeSuBiA von BKA, BMBFSFJ und BMI 2026).

Nach den Empfehlungen der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt fehlen in Deutschland 12.000 Plätze in Frauenhäusern (u.a. Ergebnisse der Frauenhaus-Statistik 2024). Häusliche Gewalt bringt insbesondere Frauen mit Kindern in eine verletzliche Situation, in der sie die Unterstützung in Frauenhäuser benötigen.

Wir fordern eine gesamtpolitische Strategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt, die bereits an der Prävention ansetzt und gewaltbetroffenen Frauen ausreichend Schutz und Unterstützung bietet. 

Gewalt gegen Frauen in Deutschland: Zahlen und Fakten
Viele Kinderbücher und die Spielzeugindustrie verbreiten weiterhin Geschlechterklischees und treiben sogenanntes Gender-Marketing voran. Neugeborene werden häufig mit Puppen oder Baggern beschenkt, und bereits während der Schwangerschaft wird in sog. „Gender Reveal Parties“ das Geschlecht des Kindes aufwendig in Rosa oder Blau zelebriert. Dabei haben weder Farben oder Spielsachen ein Geschlecht.

Kindern sollte es freistehen, was und mit wem sie spielen, wie sie die Welt erkunden, wie sie sich kleiden und welche Interessen und Eigenschaften sie entwickeln.

Feministische Erziehung will ein Leben ohne Rosa-Hellblau-Falle und ohne Geschlechterrollen ermöglichen.

Bis heute sieht das deutsche Abstammungsrecht vor, dass die Person, die ein Kind zur Welt bringt, „Mutter“ ist und als zweites Elternteil nur ein „Vater“ in Betracht kommt. Das stellt viele Regenbogenfamilien oder Familien mit nicht-binären oder trans Elternteilen vor großen Hürden und Diskriminierungen.

Laut Koalitionsvertrag sollen künftig unter anderem für homosexuelle Ehepaare mit Kindern sowie Gemeinschaften, die nicht auf einer Liebesbeziehung fußen, neue rechtliche Möglichkeiten geschaffen werden. Zwei miteinander verheiratete Frauen sollen in Bezug auf Kinder rechtlich künftig genauso behandelt werden, wie ein wenn ein Mann und eine Frau miteinander verheiratet sind. Das heißt auch, dass das von einer der beiden Frauen geborene Kind von Anfang an die Ehefrau als zweiten Elternteil haben soll.

Auch wenn diese Reform bereits seit Längerem angekündigt ist, steht sie bislang noch aus (u.a. Heinrich Böll Stiftung, Guna Werner Institut).

1. Arbeitswelt

Frauen verdienen in Deutschland rund 16 % weniger als Männer und arbeiten häufiger in Teilzeit, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Der Gender Pay Gap führt langfristig zum Gender Pension Gap, der die unterschiedlichen Alterseinkommen von Frauen und Männern beschreibt (Quelle: Destatis, 2025). Aktuell erhalten Frauen rund 36 % weniger Alterseinkommen als Männer (ohne Hinterbliebenenleistungen) (Quelle: Destatis, 2025).

Aktuelle Studien zeigen, dass sich Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern nach der Geburt deutlich verstärken (z. B. ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, 2025, Tagesschau, 2025). In der Forschung wird dies als „Child Penalty“ beschrieben und gilt als zentraler Treiber der sogenannten „Motherhood Penalty“ (dt. „Mutterschaftsstrafe“). Diese beschreibt, wie stark sich die Einkommen von Frauen und Männern nach der Geburt des ersten Kindes auseinanderentwickeln. Mütter gehen häufiger keiner Erwerbstätigkeit nach, arbeiten in Teilzeit oder sind in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Die Erwerbsbiografien von Frauen sind häufiger von Unterbrechungen und Einschränkungen geprägt und unterscheiden sich damit deutlich von denen der Männer (z.B. Bundesstiftung Gleichstellung, 2025)

Sind Mütter erwerbstätig, erleben sie häufig Diskriminierung und Benachteiligung – etwa durch Ausgrenzung, geringere Aufstiegschancen oder strukturelle Nachteile im Berufsleben.

Wir fordern Politik und Unternehmen auf, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass alle Elternteile gleichberechtigt Elternzeit nehmen und in Teilzeit arbeiten können. Ausreichende, kostenfreie und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ab dem Säuglingsalter sowie flexible Arbeitszeiten und Teilzeitmodelle tragen wesentlich zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei.

Mehr zu Gender Gaps in Deutschland
2. Unbezahlte Care-Arbeit

Frauen leisten im Schnitt deutlich mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Dieses Ungleichgewicht verstärkt sich insbesondere, wenn kleine Kinder im Haushalt leben. Dadurch bleibt Frauen oft weniger Zeit und Energie für Erwerbsarbeit, gesellschaftliches Engagement oder Freizeit.

Im Jahr 2022 verbrachten Frauen durchschnittlich etwa 30 Stunden pro Woche mit unbezahlter Arbeit, Männer hingegen nur etwa 21 Stunden. Damit liegt der Gender Care Gap bei etwa 44 % (Quelle: Destatis)

Eine wichtige Rolle spielt dabei der sogenannte „Mental Load“, also die unsichtbare Verantwortung und mentale Belastung, die mit der Koordination eines Haushalts und einer Familie verbunden sind.

Wir fordern die finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung unbezahlter Care-Arbeit sowie eine gerechte Verteilung zwischen allen Geschlechtern, die von der Politik gefördert wird (u.a. durch entsprechende Elternzeitmodelle, flexible Teilzeitangebote und den Abbau von Stereotypen).

Jetzt Equal-Care-Test machen (der Initiative Equal Care)
3. Sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit

Laut dem UN-Bevölkerungsfonds ist fast die Hälfte aller Schwangerschaften weltweit ungewollt. 60 % der ungewollten Schwangerschaften führen zu (unsicheren) Abtreibungen (UNFPA, 2022). Konflikte und Krisen erschweren weltweit den Zugang zu Verhütungsmitteln und Gesundheitsdienstleistungen. Jeden Tag starben im Jahr 2020 weltweit etwa 800 Frauen an vermeidbaren Ursachen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt, insbesondere im globalen Süden (UNFPA).

Wir fordern das Recht auf sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung und Gesundheit für alle Frauen.
Wir fordern die Streichung des §218 in Deutschland und eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs außerhalb des Strafgesetzbuches. Schwangere brauchen flächendeckend Zugang zu sicheren, kostenlosen und entkriminalisierten Schwangerschaftsabbrüchen.

Trotz steigender Geburtenraten sinkt die Zahl an Hebammen und Kreißsälen in vielen Teilen Deutschlands, mit teils verheerenden psychischen und physischen Auswirkungen auf Schwangere, Gebärende und Menschen im Wochenbett. Die praktizierenden Hebammen sind häufig einer enormen Arbeitsbelastung ausgesetzt (z.B. Hebammenverband). Um die Geburtshilfe zu verbessern fordern wir gemeinsam mit dem Verein Motherhood e.V. bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen, ein besseres Gehalt und mehr Anerkennung.

Nicht zuletzt sind Gebärende immer wieder Gewalt in der Geburtshilfe ausgesetzt. Die Initiative Roses Revolution macht auf dieses Tabuthema aufmerksam und setzt sich dagegen ein.

4. Alleinerziehende
Jede fünfte Familie in Deutschland ist eine Ein-Eltern-Familie. Meist ist es die Mutter, die sich ganz oder größtenteils um die Kinder kümmert. Nur in 18 % der Fälle (Stand 2023) ist es der Vater (Quelle: BMBFSFJ, 2025). Alleinerziehende brechen mit den traditionellen Familienmodellen und stehen unter enormer Belastung. Sie werden steuerlich benachteiligt, oft im Berufsleben diskriminiert und sind einem höheren Risiko von Altersarmut ausgesetzt. Rund ein Drittel der Alleinerziehenden sind von Armut bedroht (u.a. Destatis, 2026,  BMBFSFJ – 10. Familienbericht). Ein Grund dafür ist, dass ein großer Teil der unterhaltspflichtigen Ex-Partner keinen Unterhalt zahlt und institutionelle Mechanismen häufig dabei versagen, dies zu verhindern oder auszugleichen (u.a. Bertelsmann Stiftung, 2024)

Kinder von Alleinerziehenden sind ebenfalls einem erhöhten Risiko von Armut und späterer Altersarmut ausgesetzt (siehe Kinderarmut).

5. Kinderarmut
Laut Bertelsmann Stiftung ist mehr als jedes fünfte Kind (rund 3 Mio.) und etwa jede vierte junge erwachsene Person zwischen 18 und 25 Jahren (über 1,5 Mio.) in Deutschland von Armut bedroht (Stand: 2021). Besonders hoch ist das Armutsrisiko für junge Menschen in Familien mit einem alleinerziehenden Elternteil (siehe Alleinerziehende), in Familien mit Migrationsgeschichte oder mit mehr als 2 Kindern. Zudem sind Frauen häufig stärker von Armut bedroht als Männer.

Aufwachsen in Armut begrenzt Chancen und prägt das Leben von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – heute und mit Blick auf ihre Zukunft. Sie erleben in nahezu allen Lebensbereichen – wie Bildung, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe – Benachteiligungen. Das hat auch für die Gesellschaft langfristig negative Folgen.

Wir fordern eine einheitliche, bedarfsgerechte Kindergrundsicherung, Reformen in der Steuer-, Familien- und Sozialpolitik, eine bedarfsgerechte Bildungsinfrastruktur (etwa Kindertageseinrichtungen und Ganztagsschulen) sowie kostenfreie Freizeitangebote.   

6. Häusliche Gewalt
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 132 Frauen von ihrem (Ex-) Partner getötet (Quelle: BKA, Nov. 2025). Die Dunkelziffer ist weitaus höher (Quelle: LeSuBiA von BKA, BMBFSFJ und BMI 2026).

Nach den Empfehlungen der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt fehlen in Deutschland 12.000 Plätze in Frauenhäusern (u.a. Ergebnisse der Frauenhaus-Statistik 2024). Häusliche Gewalt bringt insbesondere Frauen mit Kindern in eine verletzliche Situation, in der sie die Unterstützung in Frauenhäuser benötigen.

Wir fordern eine gesamtpolitische Strategie gegen geschlechtsspezifische Gewalt, die bereits an der Prävention ansetzt und gewaltbetroffenen Frauen ausreichend Schutz und Unterstützung bietet. 

Gewalt gegen Frauen in Deutschland: Zahlen und Fakten
7. Kindheit ohne Stereotype und Klischees
Viele Kinderbücher und die Spielzeugindustrie verbreiten weiterhin Geschlechterklischees und treiben sogenanntes Gender-Marketing voran. Neugeborene werden häufig mit Puppen oder Baggern beschenkt, und bereits während der Schwangerschaft wird in sog. „Gender Reveal Parties“ das Geschlecht des Kindes aufwendig in Rosa oder Blau zelebriert. Dabei haben weder Farben oder Spielsachen ein Geschlecht.

Kindern sollte es freistehen, was und mit wem sie spielen, wie sie die Welt erkunden, wie sie sich kleiden und welche Interessen und Eigenschaften sie entwickeln.

Feministische Erziehung will ein Leben ohne Rosa-Hellblau-Falle und ohne Geschlechterrollen ermöglichen.

8. Abstammungsrecht
Bis heute sieht das deutsche Abstammungsrecht vor, dass die Person, die ein Kind zur Welt bringt, „Mutter“ ist und als zweites Elternteil nur ein „Vater“ in Betracht kommt. Das stellt viele Regenbogenfamilien oder Familien mit nicht-binären oder trans Elternteilen vor großen Hürden und Diskriminierungen.

Laut Koalitionsvertrag sollen künftig unter anderem für homosexuelle Ehepaare mit Kindern sowie Gemeinschaften, die nicht auf einer Liebesbeziehung fußen, neue rechtliche Möglichkeiten geschaffen werden. Zwei miteinander verheiratete Frauen sollen in Bezug auf Kinder rechtlich künftig genauso behandelt werden, wie ein wenn ein Mann und eine Frau miteinander verheiratet sind. Das heißt auch, dass das von einer der beiden Frauen geborene Kind von Anfang an die Ehefrau als zweiten Elternteil haben soll.

Auch wenn diese Reform bereits seit Längerem angekündigt ist, steht sie bislang noch aus (u.a. Heinrich Böll Stiftung, Guna Werner Institut).

UN Women Deutschland widmet den feministischen Muttertag...
… Müttern, die mit strukturellen Benachteiligungen kämpfen; Alleinerziehenden; Müttern, die ihr Kind verloren haben; gewaltbetroffenen Müttern; ungewollt Schwangeren; Familienmodellen außerhalb der heteronormativen Norm; ungewollt Kinderlosen; Frauen ohne Kinderwunsch; Menschen, die ihre Mutter verloren haben.
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UN Women arbeitet eng mit Partner*innen und Frauenorganisationen in von Krisen betroffenen Ländern zusammen, um Frauen und Mädchen gezielt zu stärken.
Frauen im Sudan sprechen mit Vertreter*innen von UN Women
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Credit: UN Women/Ekram Hamad Fadlalla
Woher kommt der Muttertag?
Woher kommt die Idee zum #Muttertagswunsch?
14.000 Frauen und Mädchen in Gaza erhalten lebensrettende Hilfe von UN Women und der Jordan Hashemite Charity Organization
Credit: UN Women/Michele Pasquale

UN Women stärkt Frauen und Mädchen in Krisen, sodass ihre Rechte in der humanitären Hilfe berücksichtigt werden.

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