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UN Women kämpft für Gleichstellung! UN Women ist die Einheit der Vereinten Nationen, die sich für die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung von Frauen und Mädchen einsetzt.

Die Kampagne HeForShe ruft Männer dazu auf, sich für die Beendigung aller Formen von Gewalt und Diskriminierung gegenüber Frauen und Mädchen einzusetzen.

Die Frauenrechtskommission (FRK) ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und für die Förderung von Frauenrechten der Vereinten Nationen. Sie tagt einmal jährlich für zwei Wochen im ersten Quartal im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York.

Viele Organisationen erheben regelmäßig Informationen zur der Lage von Frauen und Mädchen sowie der Gleichstellung der Geschlechter weltweit. Hier stellen wir Ihnen einige interessante Informationsquellen vor, auf welche Sie zurückgreifen können.

Credit: UN Women
Klima & Gender
Frauen sind besonders stark von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen.
Credit: UN Women
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Ihr Unternehmen möchte sich engagieren und Frauen und Mädchen weltweit stärken? UN Women Deutschland bietet Unternehmen, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, unterschiedliche Möglichkeiten. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme!

Wir brauchen Sie als Mitglied bei UN Women Deutschland: Sie können als Privatperson oder Organisation eintreten und genießen dadurch bevorzugt Angebote zu Veranstaltungen, Informationen und Kooperationen. Sie besitzen volles Stimmrecht in der Mitgliederversammlung und können sich aktiv bei UN Women Deutschland einbringen.

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Nur gemeinsam können wir die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Frauenrechte erreichen! Bringen Sie sich als Mitglied aktiv ein.
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Engagieren Sie sich wirksam und unterstützen Sie die Arbeit von UN Women. Ob mit einer Unternehmensspende oder als langfristige*r Partner*in – gemeinsam finden wir das passende Engagement für Ihr Unternehmen.

Credit: UN Women/Ryan Brown
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Stärken Sie die Rechte von Frauen mit Ihrem monatlichen Beitrag.
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Über Uns
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UN Women Deutschland
ist das deutsche Komitee von UN Women und kämpft für Frauenrechte weltweit.
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Gewalt gegen Frauen in Deutschland 2020

Die Kriminalstatistische Auswertung des Bundeskriminalamts zu Partnerschaftlicher Gewalt für das Berichtsjahr 2020 zeigt einen Anstieg um +4,4% im Vergleich zum Vorjahr. Folglich gab es insgesamt 148.031 Betroffene von folgenden vollendeten und versuchten Delikten:

  • Mord und Totschlag,
  • Körperverletzungen,
  • sexueller Übergriff,
  • sexuelle Nötigung,
  • Vergewaltigung,
  • Bedrohung,
  • Stalking,
  • Nötigung,
  • Freiheitsberaubung,
  • Zuhälterei und Zwangsprostitution

80,5% davon sind Frauen (2019 waren es 81%). In den Deliktsbereichen „Vergewaltigung und sexuelle Nötigung“, bei der „Freiheitsberaubung“ oder im Bereich „Bedrohung, Stalking, Nötigung“ sind vor allem Frauen die Leidtragenden (90-100%). 139 Frauen wurden 2020 durch einen Partner oder Expartner getötet (Mord, Totschlag, Körperverletzung mit Todesfolge; 2019 waren es 117) – fast alle zweieinhalb Tage eine Frau. Jede Stunde werden in Deutschland durchschnittlich 13 Frauen Opfer von Gewalt in Partnerschaften.

Das Ausmaß von Partnerschaftsgewalt könnte sich sogar noch mehr vergrößert haben, ohne sich in polizeilich registrierten Fällen niederzuschlagen. Denn die Auswertungen des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ zeigen, dass die Zahl der Beratungskontakte in den Corona-Lockdowns erheblich zugenommen hat (über 51.000 Beratungen im Jahr 2020, 15% mehr als 2019). In der Konsequenz gibt die BKA-Statistik nicht das gesamte Ausmaß geschlechtsspezifischer Gewalt wider. Denn die aufgeführten Zahlen bilden nur jene Straftaten ab, die überhaupt zur Anzeige gebracht und die im Rahmen einer (ehemaligen) Partnerschaft verübt wurden. Folglich ist die Dunkelziffer weitaus höher: Nach sogenannten Dunkelfeldstudien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Das sind mehr als 12 Millionen Frauen, so das BMFSFJ. Genaue Zahlen zu geschlechtsspezifischer Gewalt außerhalb von Partnerschaften werden vom BKA gar nicht erst explizit statistisch erfasst, sodass hier auch das Hellfeld unbekannt ist. Folglich kann man auch keine Angaben zu der Anzahl von Femiziden in Deutschland machen, denn diese werden schließlich auch außerhalb von Partnerschaften verübt. Die Zahl der Femizide in Deutschland bleibt also eine unbekannte, da Tatmotive bei Tötungsdelikten von Frauen nicht hinreichend ermittelt werden. Zudem hat die Bundesregierung nach wie vor keine Definition von Femiziden anerkannt, auch nicht die der WHO, die unter einem Femizid die Tötung einer Frau versteht, weil sie eine Frau ist. Dadurch werden das Problem und die strukturellen Ursachen wie hierarchische Geschlechterverhältnisse, Unterdrückung und Misogynie nicht erkannt und als „Familien- oder Beziehungsdrama“ individualisiert und verharmlost. Aus diesem Grund fordert UN Women Deutschland die Aufnahme frauenfeindlicher Gewalt und Frauenhass als eigene Kategorie in die polizeilichen Kriminalstatistik sowie Ermittlungsbehörden in diesem Bereich zu schulen und zu sensibilisieren.

Orientiert man sich an den Empfehlungen der Istanbul Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die 2018 in Deutschland in Kraft getreten ist, fehlen bundesweit 14 600 Frauenhausplätze. Jede zweite Frau, die einen Platz sucht, muss abgewiesen werden. Das Hilfesystem in Deutschland ist überlastet und das hat auch die Covid19-Pandemie erneut bestätigt. Laut einer Recherche von Correctiv (2020) halten 14 Bundesländer die rechtlichen Verpflichtungen der Istanbul Konvention nicht ein. Zudem gibt es weitere Probleme beim Opferschutz. Betroffene Frauen sehen sich oft erheblichen Hürden gegenüber, wenn sie die Täter anzeigen wollen. Verletzungen müssen professionell erfasst werden, um vor Gericht sicher als Beweise zu gelten. Die Kosten hierfür tragen aber oft die Betroffenen. Auch die Gerichtsverfahren selbst stellen eine große Belastung dar, da sie von Victim-Blaming geprägt sind und oft retraumatisieren und nur selten zur Verurteilung des Täters führen. Kommt es zu einer Verurteilung, fällt das Strafmaß meist vergleichsweise gering aus. Gewaltdelikte im häuslichen Bereich, dem sog. sozialen Nahraum, werden meist deutlich geringer bestraft, als dieselben Delikte im öffentlichen Raum, da der Kontext einer Beziehung strafmildernd wirkt. Auch behalten Täter häufig das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, was die Betroffenen weiterhin zu regelmäßigem Kontakt zwingt.

Zwar hat sich der Bund ab 2020 mit einem Förderprogramm in Höhe von 120 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zu einem Ausbau von Beratungsstellen verpflichtet, jedoch ist dies nur ein erster Schritt. Erheblichen Bedarf gibt es auch in der präventiven Arbeit mit Tätern. So gibt es beispielsweise in Berlin nur eine Einrichtung, die speziell mit Tätern häuslicher Gewalt arbeitet. Dabei sollte das Ziel nicht nur sein, Betroffene von Gewalt zu schützen, sondern zu verhindern, dass diese überhaupt stattfindet.

Weiterführende Informationen zu Zahlen in Deutschland